Tutorial: Amazon Echo, Harmony Hub und Yonomi: Fernseher per Sprache ein- und ausschalten

Nach langer Ruhephase hier im Blog wird es mal wieder zeit für einen Beitrag. Dies hat auch einen Grund: Es ist eine neue Frau bei mir eingezogen. Sie heißt Alexa und ist nicht wirklich aus Fleisch und Blut, sondern der mittlerweile auch in Deutschland erhältliche Sprachassistent von Amazon. Wobei erhältlich ist aktuell etwas übertrieben, da man Amazon Alexa derzeit nur auf Einladung bestellen kann und Amazon verteilt diese Einladungen in sehr homöopathischen Dosen. Ich selbst habe mich zwar gleich am Tag der Vorstellung auf die Warteliste setzen lassen, bisher aber keine Einladung erhalten. Deshalb habe ich, wie viele andere mittlerweile auch, mir einem Amazon Dot in UK über eBay bestellt. Dieser ist vor drei Wochen angekommen und was soll ich sagen: Alexa und ich, wir mögen uns. Sie hat zwar noch viele Schwächen, kann aber schon mit vielen Funktionen gerade ein Smart Home sinnvoll ergänzen. Im speziellen im Zusammenspiel mit einem Logitech Harmony Hub lässt sich bereits ein großer Teil des Smarthomes per Sprache steuern. Alexas Fähigkeiten werden durch so genannte Skills erweitert. Möchte ich zum Beispiel per Sprache nach Zugverbindungen Fragen, benötige ich den DB Skill. Möchte ich also den Harmony Hub steuern, benötige ich den Logitech Harmony Hub Skill. Problem: Diesen gibt es bisher nur in den USA. Er ist zwar auch für UK und Deutschland angekündigt, aber bisher nicht verfügbar.

Hier springt eine App Namens „Yonomi“ in die Bresche. Ähnlich wie IFTTT (welches auch bisher nur in US für Alexa verfügbar ist), kann man mit logischen Abfolgen, so genannten Routinen, sein Smart Home Alexa kompatibel machen. Da es scheinbar aber derzeit immer wieder zu Unklarheiten bei der Nutzung mit Yonomi kommt, möchte ich im folgenden einmal im Tutorial detailliert erklären, wie ihr euren Fernseher über Yonomi und Harmony Hub per Sprache ein- und ausschalten könnt.

Am Ende des Videos sollte das in diesem Video gezeigte Szenario bei euch funktionieren:

Benötigtes Setup:

  • Smartphone (in meinem Tutorial nutze ich ein iPhone)
  • Smartphone muss mit WLAN verbunden sein
  • Harmony Hub konfiguriert um euren Fernseher zu steuern
  • Amazon Echo oder Echo Dot

Los geht’s:

  1. Ladet euch im Appstore die kostenfreie Yonomi App herunter
    appstore
  2. Startet die App und erstellt euch einen neuen Yonomi Account:
    account_anlegen
    join_yonomi
  3. AGBs fleißig lesen und bestätigen 🙂
    accept_service
  4. Erlaubt, dass Yonomi euch Mitteilungen senden darf (ist zumindest in der Testphase hilfreich)
    mitteilung_senden
  5. Yonomi sucht nun in eurem Netzwerk nach Smart Home Hardware. Je nach dem, was ihr bereits besitzt, sieht das Ergebnis hier anders aus. Da der Harmony Hub aber nicht gefunden werden kann, fügen wir ihn manuell als Cloud Account hinzu
    add_cloud_account
    logitech_add
     
  6. Nun sollte der Logitech Account auch in der Liste der Smart Home Geräte erscheinen. Bestätigt mit „Next“
    next_after_account_add
  7. Verbindet nun den Logitech Account mit eurer Yonomi App
    connect_logitech
  8. Meldet euch mit der von euch gewählten Anmeldemethode bei Logitech an. In meinem Fall ist er „Per Email“
    login_logitech
    sign_in_logitech
  9. Euer Logitech Account solle nun mit Yonomi verbunden sein und es sollten eure verbundenen Logitech Harmony Hubs erscheinen. In meinem Fall sind es zwei Stück, meisten hat man aber nur einen Hub.
    account_added
  10. Einige Yonomi Routinen erfordern euren Standort (zum Beispiel wenn Yonomi beim Verlassen des Hauses automatisch den Fernseher ausschalten soll). Daher im folgenden die Freigabe des Standortes erlauben und anschließend eure genaue Heimat-Adresse setzen
    allow_localisation_service
    set_up_home
  11. Die grundsätzliche Einrichtung ist nun geschafft. Yonomi begrüßt euch mit dem Startbildschirm. Wählt hier „Routines“ aus
    yonomi_startpage
  12. Yonomi hat bereits einige Standard Routinen für euch angelegt. Diese können wir erst einmal ignorieren (oder löschen). Wir wollen ja unsere eigene Routine erzeugen. Klickt hierzu auf das +
    add_routine
  13. Gibt der Routine nun einen entsprechenden Namen, zum Beispiel „Fernseher“. Ein Event benötigen wir nicht (das wäre zum Beispiel „Wenn ich das Haus betrete“. Unser Event ist später aber der Alexa Befehl). Wählt also „Add Action“ aus
    add_routine_name_action
  14. Wählt hier den Hub aus, der euren Fernseher steuert
    add_action
  15. Der Hub ist nun in der Routine enthalten. Streicht einmal über „Power Off“, so dass ihr zur nächsten Option „Start Activity“ kommt. Klickt hier auf das Wort „Activity“
    choose_start_activity
    choose_activity
  16. Wählt hier die Aktivität aus, welche ihr auf dem Harmony Hub zum starten des Fernsehers konfiguriert habt
    select_activity
  17. Die Routine ist nun fertig. Speichert diese
    save_routine
  18. Nun wollen wir den Fernseher ja nicht nur per Sprache ausschalten, sondern auch wieder einschalten. Hierzu benötigen wir eine zweite Routine. Also wieder auf das „+“ klicken und die Routine nennen wir „Fernseher off“. Ganz wichtig: Die Routine muss genauso wie die erste heißen, mit dem Zusatz „off“. Auch wenn wir nachher mit Alexa deutsch sprechen, ist das Wort „off“ im Namen der Routine unbedingt anzugeben. Nur so kann die Alexa App später den Fernseher auch wieder ausschalten
    name_off_routine
  19. Nun wählen wir als Aktivität „End Activity“ und wählen wie bereits bei der letzten Routine gelernt die entsprechende Aktivität des Harmony Hubs, also in meinem Fall wieder „Fernsehen.“ Dann noch schnell die Routine gespeichert und wir sind fertig auf der Yonomi Seite
    save_off_routine
  20. Starte die „Alexa“ App und gehe in den „Smart Home“ Menüpunkt
    smart_home_menue
  21. Wähle „Mehr Smart Home Skills abrufen“ und finde im Skill Store den Yonomi Skill
    more_skills
    choose_yonomi
  22. Aktiviere den Yonomi Skill
    activate_yonomi
  23. Logge dich mit deinen Yonomi Anmeldedaten ein
    login_yonomi
  24. Verknüpfe deinen Echo (oder Echo Dot) mit Yonomi.
    Ganz wichtig: Man kann auch den Echo direkt in der Yonomi App hinzufügen. Dies funktioniert derzeitig aber nur in US. Solltest du also vor diesem Tutorial schon den Echo, bzw. das Amazon Alexa Konto in der Yonomi App verküpft haben, lösche diese Verknüpfung und füge Yonomi innerhalb der Alexa App hinzu.
    connect_yonomi
    connect_success
  25. Die Aufforderung, neue Geräte zu erkennen, sollte automatisch erscheinen. Starte die Erkennung
    find_devices
  26. Nach der Erkennung erscheint „Fernseher“ als neues Gerät in der Alexa Smart Home Geräte Übersicht. Achte darauf, dass unter dem Gerät „Fernseher“ beide Yonomi Routinen („Fernseher“ und „Fernseher off“) vereint sind. Sollte dies der Fall sein: Glückwunsch. Wir sind fertig! Du kannst nun den Fernseher einschalten, in dem du „Alexa, Fernseher einschalten“ sagst und mit „Alexa, Fernseher ausschalten“ geht er wieder aus.
    smart_device_routines

 

Bei Fragen gern einen Kommentar hinterlassen. Oder gehe auf https://www.amzecho.de  Dort findet man in der Regel recht schnell und kompetent Hilfe

Tile

Als Technik begeisterter „Early Adaptor“ hat man es in Deutschland nicht wirklich leicht. Der Zoll versteht hierzulande deutlich weniger Spaß als in anderen europäischen Staaten. Deshalb hat es auch mein neuestes Spielzeug „Tile“ ziemlich schwer gehabt zu mir zu kommen. Ursprünglich hatte ich Tile im August 2013 im Rahmen einer Crowdfunding Kampagne unterstützt. Im September 2014 (also über ein Jahr später) wurden meine 4 Tiles versendet. Leider kam diese Sendung niemals an. Also habe ich Kontakt mit dem Tile Support aufgenommen und es wurde nach dreiwöchiger Wartezeit eine neue Sendung im Oktober 2014 zu mir gesendet. Aber auch diese hat ihr Ziel niemals erreicht. Ob das ganze nun beim Zoll abgefangen wurde oder ob mein Postbote nun acht neue Tiles besitzt, vermag ich nicht zu sagen. Jedenfalls hat der Support diesmal eingeräumt, dass es wohl Probleme mit dem Versand nach Deutschland gibt und mir eine Rückerstattung angeboten. Aber ich will die Ware! Ich habe nicht über ein Jahr gewartet um dann eh abgeschriebenes Geld wieder zu bekommen. Da zwischenzeitlich der Tile Versand nach Deutschland ganz offiziell eingestellt wurde, habe ich es nun über den Fright-Forwarder Shipito probiert. Und siehe da: Meine am 7.01.2015 abgeschickte Ersatzlieferung ist tatsächlich am 20.01.2015 in Österreich bei Shipito eingegangen. Nachdem ich dort noch einmal 23,50 Dollar für die Weiterleitung zahlen durfte (und sich somit der Tile Preis auf insgesamt knapp 96 Doller erhöht hat), hat sich meine Sendung per FedEx auf die Reise gemacht und ist final am 27.01.2015 bei mir angekommen. Wobei angekommen relativ ist. Nachdem laut Trace die Zustellung aus unbekannten Gründen weiter nach hinten verschoben wurde, durfte ich nach zwei Telefonaten mit der FedEx Hotline die Sendung selbst im hiesigen Depot abholen. Somit hat FedEx eine ganze Woche benötigt um eine Sendung von Wien nach Kiel zu transportieren. Reife Leistung! Aber genug zu der beschwerlichen Beschaffung.

Verpackung Tile

Was ist Tile überhaupt?
Bei den Tile Anhängern handelt es sich um kleine Bluetooth Tracker, mit denen man verloren gegangene Gegenstände mit Hilfe des iPhones wieder finden kann. Bei mir geht es dabei ganz konkret um den Schlüssel für unsere Gartenhütte, der ständig überall außer an seinem eigentlichen Platz wieder gefunden wird. Zudem kommt ein Tile an den Schlüsselbund meiner Frau, um die ewige Frage „Wo sind denn bloß meine Schlüssel“ endlich beantworten zu können. Es gibt auch andere Anwendungsfälle, wie zum Beispiel einen Tile Anhänger in den Koffer zu legen. So weiß man im Flieger, ob es der eigene Koffer auch geschafft hat und am Kofferband braucht man nicht mehr in der ersten Reihe stehen, da man direkt auf dem iPhone sehen kann, ob der eigene Koffer bereits in der Nähe ist.

Die Tiles selbst verfügen über einen kleinen Lautsprecher, über den man einen Lokalisierungston abspielen kann, falls die Schlüssel mal wieder in der Couchritze unsichtbar verschwunden sind. Zudem bekommt man auf dem Display angezeigt, in welcher Richtung sich der gesuchte Gegenstand befindet und ob man ihm näher kommt. Falls sich der Tile Anhänger außerhalb der Reichweite des eigenen Telefons befindet, wird einem zumindest anzeigt, wo der Anhänger das letzte mal gesehen wurde. Zusätzlich kann man einen Gegenstand als verloren melden. Wenn nun ein andere Tile Besitzer zufällig an diesem Gegenstand vorbei kommt, registriert seine Tile App dies und informiert mich über den aktuellen Standort meines verlorenen Gegenstandes. Machen wir uns hier aber nichts vor: Auf Grund der aktuellen Versandproblematik dürfte sich die Verbreitung von Tile in Deutschland derartig in Grenzen halten, dass die „Verloren“ Funktion wohl eher sinnlos sein wird.

Hier einmal eine kleine Video Vorstellung:

 

Veröffentlicht in: Tile |

HOT Watch Unboxing und erste Inbetriebnahme

Mittlerweile habe ich die HOT Watch fast 24 Stunden und ich muss sagen: Hätte ich mir das Geld mal lieber gespart…
Der Spieltrieb wird kurzzeitig zwar einigermaßen befriedigt, aber man merkt der Uhr an allen Ecken und Kanten an, dass sie zwar eventuell gern möchte, aber nicht kann. Um genau zu sein: Sie kann fast nichts richtig. Die meisten Funktionen entscheiden offenbar per Zufallsprinzip ob sie richtig funktionieren oder nicht. Dabei muss man sagen, dass es durchaus ganz nett ist, ein kurzes Gespräch über die Uhr zu führen. In den Fällen, in denen dies funktioniert, macht die Uhr fast kurz Freude.

Allerdings ist das „Private Call“ Feature, bei dem man sich die Handfläche zum telefonieren ans Ohr hält, absolut unbrauchbar. Der Lautsprecher der Uhr ist dermaßen laut, dass von „Private“ hier keine Rede sein kann. Unter „Übertragung der Schalwellen“ habe ich mir etwas anderes vorgestellt. Somit ist zwischen dem „Private Call“ Feature und der Freisprechfunktion eigentlich kein Unterschied.

Beim testen hatte ich sehr häufig den Gedanken „wow, bald kommt die Apple Watch und kann das auch, nur richtig und besser.“ Sicherlich wird die Apple Watch auch kein Heilsbringer, aber Apple kann und wird es sich nicht erlauben, ein derartig schlecht funktionierendes Produkt auf den Markt zu bringen. Somit wirkt die HOT Watch teilweise wie ein aller erster Prototyp einer Apple Watch.

Es ist schon praktisch, von der HOT Watch direkt mit einer Geste (von unten links nach oben rechts wischen) Siri auslösen zu können. Man spricht den Befehl direkt in die Uhr und erhält über selbige auch die Antwort. Mit der kommenden Integration von HomeKit könnte man dann zum Beispiel Dinge wie „Schalte das Licht im Wohnzimmer aus“ direkt in die Uhr sprechen und Siri steuert dann entsprechend die HUE Lampen. Aber auch hier kommt der unfertige Zustand der HOT Watch wieder zum tragen, da das Mikrofon nicht durchgehend funktioniert. Mal kann Siri mich über die Uhr problemlos verstehen und kurz darauf wird gar kein Kommando mehr übertragen.

Zu allem Überfluss hat DHL bei der Auslieferung auch noch 45, 32 € für Zoll und sonstige Gebühren direkt an der Tür verlangt. Dies entspricht nahezu der Hälfte des eigentlichen Preises der Uhr. Somit hat sich die Summe des in Sand gesetzten Betrages noch einmal deutlich erhöht.

Hier einmal ein Unboxing-Video verbunden mit der ersten Inbetriebnahme der Uhr:

Ich werde eventuell die Tage noch einmal ein Video nachreichen, welches die Funktion, bzw. Nicht-Funktion noch etwas näher beleuchtet.

HOT Watch kündigt sich nach über einem Jahr Verspätung (eventuell) an

Es geschehen manchmal tatsächlich noch Wunder. Heute hat sich solch eines angekündigt. Hierzu muss ich etwas ausholen:

Als einer der ersten Pebble-Smartwatch Besitzer bin ich für das Thema Smartwatch generell empfänglich. So bin ich im August 2013 auf die Kickstarter Kampagne zur „HOT Watch“ gestoßen. Eine Smartwatch, mit der man telefonieren kann, in dem man sich seine Hand quasi als Telefonmuschel ans Ohr hält. Das ganze sieht dann ziemlich sicher recht dämlich aus, hat mich aber rein von der Technik her fasziniert.

Zudem gab es die Zusage, dass die Uhr pünktlich zu Weihnachten 2013 ausgeliefert werden sollte. Hierbei war ich eindeutig noch zu blauäugig was Kickstarter Kampagnen angeht. Es kam Weihnachten 2013, keine Uhr eingetroffen. Es kam Sommer 2014, noch immer keine Uhr da. Es kam Herbst 2014 und es wurde von Apple die Apple Watch angekündigt. Spätestens seit diesem Zeitpunkt war mir egal, was aus der HOT Watch wird, da ich definitiv mir eine Apple Watch zulegen werde. Nachdem ich aus purem Zufall noch Anfang der Woche mit einem Kollegen Witze über das verlorene Geld der Kickstarter Kampagne gemacht habe, kam heute Nacht eine Mail von DHL, dass ein Paket für mich aus den USA unterwegs sei. Ich dachte gleich, es würde sich um den üblichen Spam handeln. Aus Neugierde schaute ich doch in die Mail, um zu sehen, wie gut die Spam Mail gestaltet ist und siehe da: Es war in der Tat kein Spam sondern die Versandbestätigung meiner HOT Watch.

HOT Watch Shipping Notification

Da ich nicht davon ausgehe, noch einen angemessenen Betrag beim Verkauf der Uhr über eBay & co zu bekommen, werde ich sie wohl behalten und etwas testen. In so fern die Uhr nicht direkt beim Zoll aussortiert wird.

Da die Pebble mittlerweile auf Grund der aktiven Entwickler Community meilenweit vor der HOT Watch liegt, habe ich keine großen Erwartungen. Die Firma hinter der HOT Watch stellt sich größtenteils tot und die passende App zu der Uhr hat bisher im Apple AppStore keinerlei Rezensionen. Spricht nicht wirklich für eine aktive Entwickler-Community.

Smappee bekommt ein Update

Ein weiterer Beleg für die Weiterentwicklung von Smappee ist vor kurzem per Pushmeldung eingegangen:

Ankündigung Update Firmware

Noch habe ich aktiv keine Veränderung bemerkt, kann aber auch nicht sagen, ob das Update schon überhaupt gelaufen ist.

Generell erkennt Smappee noch immer neue Geräte bei mir, auch wenn es nicht mehr jeden Tag welche sind. Ehrlicher Weise bin ich momentan auch etwas nachlässig mit dem Zuordnen. Die erste „Sättigung“ hat eingesetzt, so dass ich nicht mehr jeden Tag in die Smappee App schaue und auch nicht sofort neue Geräte identifiziere.

Smappee push plötzlich

Manchmal muss man die Technik nicht verstehen. Da kämpfe ich mehrere Tage ohne Erfolg damit, die iOS Push Benachrichtigungen der Smappee App zum laufen zu bekommen und kontaktiere auch noch den in dieser Sache ebenfalls ratlosen Support und dann bedarf es nur der Installation der Smappee App auf einem neuen iPad Air 2 und plötzlich läuft alles einwandfrei. Nun funktionieren die Push Benachrichtigungen auch auf dem iPhone und dem iPad mini. Einfach so. Naja, mir soll es Recht sein. Zumindest erleichtert diese Funktion das Auffinden bisher nicht eindeutig zugeordneter Geräte doch ungemein. Unmittelbar, nachdem bei einem solchen ein Schaltvorgang erkannt wurde, bekomme ich nun umgehend auf allen Geräten eine Benachrichtigung. Dadurch lässt sich die Suche deutlich einschränken.

Update der Smappee App

Da ist man mal einen Tag nicht zu Hause und schon bringt Smappee ein Update der iOS App, welches passend zum Update des Gesamtsystems weitere Funktionen unterstützt.

Natürlich habe ich nicht zuletzt auf Grund der Antwort des Smappee Supports gehofft, dass nun auch die iOS Push Benachrichtigungen einwandfrei laufen. Leider ist dies scheinbar nicht der Fall. Weder auf einem iPhone 6 plus, noch auf einem iPad mini 2 war es mir möglich die Push Funktion für Geräte aktiviert zu bekommen. Daher habe ich den Support noch einmal angeschrieben. Es geht mir nicht darum, mich zu beschweren. Ich möchte jedoch auf den Umstand aufmerksam machen, dass die App nicht wie gewünscht funktioniert, so dass dies bei einem erneuten Update berücksichtigt werden kann.

Die spannendste Funktion für Endanwender ist sicherlich die nun erfolgte Integration des Dienstes ifttt.com
Hier kann man sein eigenes Smappee System als Channel aktivieren und danach alle möglichen ifttt Rezepte basteln. Diese könnten dann zum Beispiel wie folgt aussehen:
„Wenn Smappee bemerkt, dass meine Kühlschranklampe eingeschaltet wird, poste auf meiner Facebook-Seite, dass ich schon wieder etwas esse“
Dies wäre dann quasi Abnehmen 3.0
Sicherlich gibt es hier weit sinnigere Beispiele. Zum testen habe ich einmal ein Rezept erstellt, welches mich per Pushover Benachrichtigung informiert, wenn meine Gästebad-, bzw. Kinderzimmerlampe (ist ja beides leider als ein Gerät erkannt) eingeschaltet wird. Also quasi genau das, was die Smappee App eigentlich von sich aus schon können sollte, derzeit aber nicht funktioniert. Das ganze sieht dann wie folgt auf dem iPhone aus:

Pushover Benachrichtigung

Hierbei muss man allerdings bedenken, dass die ifttt.com Rezepte nur alle 15 Minuten abgearbeitet werden. Soll heißen, dass ich nach dem Einschalten der Lampe maximal 15 Minuten warten muss, bis die Benachrichtigung erfolgt. Dies hatte ich bei meinen ersten Tests nicht bedacht, so dass ich zunächst vermutete, die ifttt.com Anbindung würde nicht funktionieren.
Aus meiner Sicht eine nette Spielerei, die man gerade in Verbindung mit den passenden Channels sicherlich für die ein oder andere Idee einsetzen kann. Zudem zeigt es auf, dass Smappee auch nach Veröffentlichung noch um Funktionen erweitert wird.

Antwort vom Smappee Support

Heute habe ich die Antwort auf meine zwei Support Anfragen bekommen. Zum Thema Erkennung von Lampen in verschiedenen Räumen als gleiches Gerät kam dies hier zurück:

“ Dear Sven,
Since smappee detects signatures from your appliances we can’t make the difference between where they are situated.
Longer learning won’t solve your office light as being detected as bathroom.
Bets is to name the appliance more general or add the two locations in the naming.
Kind regards,
Smappee support team“

Mit anderen Worten: Da kann man nichts machen. Aber ich sehe es ein, dass dem System aus technischer Sicht hier wohl die Hände gebunden sind. Somit verfahre ich erstmal weiter wie bisher und benenne die entsprechenden Geräte dann „Badezimmer o. Büro“.

Meine zweite Email an den Support betraf die momentan nicht funktionierende Push-Funktionalität unter iOS und die Frage, ob man Geräte, die man einmalig zusammen geführt hat innerhalb der App auch wieder trennen kann. Ich habe quasi zum testen zwei Geräte zu einem zusammen geführt, würde diese aber gern wieder trennen. Hierzu kann ich momentan keine entsprechende Möglichkeit innerhalb der App finden. Die Antwort lautete:

„Good afternoon Sven,
Yes the current App isn’t 100% compatible with iOS8 however we submitted an update to Apple for review 2 weeks ago.
Up until now it still hasn’t been approved. I hope it’ll become available soon. This really takes too long for an update.
Kind regards,
Smappee support team“

Meine zweite Frage wurde leider komplett überlesen oder ignoriert und das Support Ticket bereits geschlossen. Ich habe es nun noch einmal wieder eröffnet und auf den zweiten Teil meines Anliegens hingewiesen.

Generell ist der Smappee Support sehr schnell, könnte aber durchaus bei der Beantwortung der Frage etwas gründlicher sein. Die Antworten wirken irgendwie leicht „gehetzt“ und eine Rückfrage beim Kunden, ob die Antwort genügt, um das Support Ticket zu schließen wäre sicherlich nicht verkehrt. Wobei hier schon angemerkt werden muss, dass ich nun auf recht hohem Niveau jammere. Denn immerhin gab es die Antworten ziemlich schnell. Dies ist ja auch nicht immer selbstverständlich.

 

 

Die drei ??? und das unbekannte Gerät

Smappee weckt momentan das Detektiv-Gen in mir. Mittlerweile wurden 17 Geräte erkannt. Dies bedeutet, dass ich mich 17 mal auf die Suche nach der richtigen Zuordnung gemacht habe. Oftmals auch zum Leidwesen meiner Frau, wenn ich mal wieder die Heizungsanlage abschalte, um zu beobachten, ob diese zu den erkannten Geräten gehört. Manchmal gelingt die Identifizierung recht schnell. Insbesondere Lampen mit klassischen Glühbirnen lassen sich einfach identifizieren. Denn genau 75 Watt Verbrauch zu bestimmten Zeiten kann nur eine Lampe bei mir sein. Andere Geräte lassen sich etwas schwerer identifizieren. Wie zum Beispiel die 15 Watt Lampe im Kühlschrank. Darauf bin ich eher durch Zufall gestoßen. Zumal der Kühlschrank als Gerät selbst noch nicht gefunden wurde. Aber nun kann ich zumindest zuverlässig erkennen, wann der Kühlschrank geöffnet wurde.

IMG_0264

Die im letzten Beitrag erwähnte Problematik mit der gleiche Erkennung verschiedener Räume besteht noch immer. Zusätzlich habe ich heute festgestellt, dass die iOS Pushbenachrichtigungen nicht funktionieren. Eigentlich sollte es möglich sein, bei einem erkannten Gerät einzustellen, dass man eine Push Nachricht bekommt, sobald dieses Gerät ein- oder ausgeschaltet wird. Dies wäre gerade für die Identifizierung unbekannter Geräte recht hilfreich. Wenn man sofort eine Push Benachrichtigung erhält, weiß man ja in der Regel, was man soeben eingeschaltet hat. Auch hier habe ich einmal beim Hersteller angefragt. Auch wenn ich dort sicherlich schon in den Top 10 der nervigsten Kunden bin. Aber ich würde hier schon gern Antworten auf diese Fragen anbieten können.