Unangebrachter Brief der Kirche

Februar 28th, 2010

Ich bin vor einiger Zeit aus der Kirche ausgetreten. Dies hat weniger etwas mit einer Glaubensfrage zu tun, als mit der Tatsache, dass ich mit dem Prinzip Kirche nicht so viel anfangen kann. Gestern habe ich einen Brief unserer Gemeinde im Briefkasten gehabt, der mich einmal mehr in meiner Entscheidung bekräftigt hat. Eigentlich sollte der Brief mich wohl zurück gewinnen. Aber die Art und Weise, wie in diesem Brief dramatisiert wird, erinnert mich irgendwie an die Drohbriefe der GEZ. Ein paar kleine Auszüge:

 

Wer aus der Kirche austritt, ahnt kaum, was er gefährdet. Einige Beispiele:

Notfallseelsorge: Nachts um 1.45 Uhr klingelt das Telefon. Schwerster Verkehrsunfall mit Todesfolge. Ob der Pastor die Todesnachricht überbringen könne! natürlich kann er und wird er.

Seelsorge: Sexueller Missbrauch an einer 13-jährigen. Im “Konfer” wird der Pastor hellhörig; nimmt sich Zeit, verabredet ein Gespräch, begleitet sie …

Sicherlich mag das an sich so weit inhaltlich alles richtig sein. Aber mit solchen “Schockbeispielen” abtrönige Kirchenmenschen wieder zurück gewinnen zu wollen halte ich für mehr als fraglich und eine wirklich nicht angebrachte Art und Weise.

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